Voraussetzung eines ganzheitlich orientierten Pflegeprozesses ist eine reflektierte Pflegeplanung, die von Bezugspfleger/Innen erstellt, dann im Rahmen der täglichen Übergabezeiten dem gesamten Vor-Ort-Team vorgestellt und eventuell – nur bei gegebener Begründung bzw. Veranlassung - teamkonsensual überarbeitet wird.
Der Regelkreis als schematische Darstellung des Pflegeprozesses:

Mit dem Begriff ´Pflegeplanung´ bezeichnet man eine Arbeitsmethode, die es ermöglicht, den Pflegeprozess zielführend und effizient zu gestalten. In diesem Sinne ist die Pflegeplanung ein besonderer Arbeitsstil, der bestimmte Einsichten ermöglicht und in der Konsequenz professionell zu bewältigende Aufgabenstellungen definierend umfasst.
Das von Prof. Monika Krohwinkel entwickelte Pflegemodell ist als theoretische Grundlage für die Altenpflege und Gerontopsychiatrie aus zwei Gründen praktikabel und besonders geeignet:
Grundsätzlich versteht man unter einem Modell die vereinfachte Darstellung eines Gegenstandes oder eines Handlungsablaufes, um eine Betrachtung zu erleichtern oder überhaupt erst zu ermöglichen. Pflegemodelle helfen also die Komplexität der Pflegesituation zu strukturieren, alle Einzelaspekte so weit wie möglich zu erfassen und somit Pflege organisierbar und dokumentierbar zu machen.
Krohwinkel unterstreicht, dass mit der Reihenfolge der Aktivitäten (AEDL) keine (Hierarchie (!) zum Ausdruck gebracht wird. Für die Umsetzung des Modells in der Praxis gelten zwei Grundregeln:
Diese Prozeßstandards "Pflege" basieren auf dem AEDL-Modell. Die Reihenfolge wurde aus praxisbezogenen Erwägungen und im Blick auf die Arbeit mit Pflegestandards jedoch nicht übernommen.