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Alterspflege

Pflegeplanung

Kaffeetisch

Voraussetzung eines ganzheitlich orientierten Pflegeprozesses ist eine reflektierte Pflegeplanung, die von Bezugspfleger/Innen erstellt, dann im Rahmen der täglichen Übergabezeiten dem gesamten Vor-Ort-Team vorgestellt und eventuell – nur bei gegebener Begründung bzw. Veranlassung - teamkonsensual überarbeitet wird.

Der Regelkreis als schematische Darstellung des Pflegeprozesses:

Pflegeablauf

Mit dem Begriff ´Pflegeplanung´ bezeichnet man eine Arbeitsmethode, die es ermöglicht, den Pflegeprozess zielführend und effizient zu gestalten. In diesem Sinne ist die Pflegeplanung ein besonderer Arbeitsstil, der bestimmte Einsichten ermöglicht und in der Konsequenz professionell zu bewältigende Aufgabenstellungen definierend umfasst.

Aktivitäten und existenzielle Erfahrungen des Lebens (AEDL)

Das von Prof. Monika Krohwinkel entwickelte Pflegemodell ist als theoretische Grundlage für die Altenpflege und Gerontopsychiatrie aus zwei Gründen praktikabel und besonders geeignet:

  • 1. … es gehört zu den "bedürfnisorientierten" Pflegemodellen
  • 2. … die Kategorie 13: "Mit existentiellen Erfahrungen des Lebens umgehen"
    Weist  die Pflegenden auf die existentiellen Krisen hin, die alte Menschen im Heim durchleben und zeigt Möglichkeiten der Unterstützung auf

Grundsätzlich versteht man unter einem Modell die vereinfachte Darstellung eines Gegen­standes oder eines Handlungsablaufes, um eine Betrachtung zu erleichtern oder überhaupt erst zu ermöglichen. Pflegemodelle helfen also die Komplexität der Pflegesituation zu strukturieren, alle Einzelaspekte so weit wie möglich zu erfassen und somit Pflege organisierbar und doku­mentierbar zu machen.

Krohwinkel unterstreicht, dass mit der Reihenfolge der Aktivitäten (AEDL) keine (Hierarchie (!) zum Aus­druck gebracht wird. Für die Umsetzung des Modells in der Praxis gelten zwei Grundregeln:

  • Alle Aktivitäten stehen in einem Zusammenhang, bedingen häufig einander, und
  • Prioritäten werden allein durch die Probleme und Bedürfnisse der Betroffenen
    festgelegt.

AEDL-Kategorien lt. Prof. M. Krohwinkel

  • Kommunizieren
  • Sich bewegen
  • Vitale Funktionen die das Leben aufrechterhalten
  • Sich pflegen
  • Essen und trinken
  • Ausscheiden
  • Sich kleiden
  • Ruhen und schlafen
  • Sich beschäftigen
  • Sich als Mann oder Frau fühlen und verhalten
  • Für eine sichere Umgebung sorgen
  • Soziale Bereiche du Leben« sichern
  • Mit essenziellen Erfahrungen des Lebens umgehen

Diese Prozeßstandards "Pflege" basieren auf dem AEDL-Modell. Die Reihenfolge wurde aus praxisbezogenen Erwägungen und im Blick auf die Arbeit mit Pflegestandards jedoch nicht übernommen.